Arbeits-/Gesundheitsschutz
Aus GuteArbeit
"Vorschriften, die den Arbeitnehmer vor Gesundheitsschädigungen bei oder infolge der Arbeit schützen sollen, nennt man Arbeitsschutz.
Handelt es sich um Schutzmaßnahmen in Bezug auf die Arbeitnehmer selbst (z.B. Höchstarbeitszeit im Arbeitszeitgesetz ...), spricht man von sozialem Arbeitsschutz.
Wird dagegen Einfluss auf die Arbeitsmittel oder Arbeitsumgebung genommen (z.B. durch die Arbeitsstättenverordnung ...), handelt es sich um technischen Arbeitsschutz."[1]
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Bedeutung von Arbeits- und Gesundheitsschutz
Die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz bzw. im Arbeitsumfeld müssen stets so gestaltet sein, dass sie die Anforderungen an Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten erfüllen. Demzufolge spielt der Arbeits-und Gesundheitsschutz in den Betrieben und Unternehmen eine wichtige Rolle. Es liegt vordergründig in der Verantwortlichkeit des Arbeitgebers, die Arbeitsverhältnisse regelmäßig an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen und zu verbessern. In Form von Gefährdungsanalysen besteht für den Arbeitgeber zunächst die Pflicht, physische und psychische Belastungen am Arbeitsplatz aufzudecken. Nicht zuletzt besteht darin auch die Chance für den Arbeitgeber und damit für den Betrieb, eventuell vorherrschende Belastungen zu beheben und die Arbeitsverhältnisse zu verbessern, denn „humane Arbeitsbedingungen (…) erfordern innovative und nachhaltige Gestaltung der Arbeit.“[2]
Betriebliche Praxis
Im Rahmen einer betrieblichen Gesundheitsförderung können Arbeitsbelastungen verringert und Ressourcen für die Arbeitskräfte gestärkt werden. Dazu gehört es auch, die notwenigen strukturellen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe betrieblicher Gesundheitsförderung können die Arbeitsprozesse an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer/innen angepasst werden (Humanisierung der Arbeit). Für die Arbeitnehmer/innen bestehen somit die Vorteile, dass die Arbeitsbelastungen reduziert werden, ein besseres Arbeitsklima geschaffen wird, mehr Handlungsspielräume zur Verfügung stehen und folglich mehr Arbeitsfreude entsteht usw. Für den Arbeitgeber besteht die Chance, durch die betriebliche Gesundheitsförderung das Potenzial des Mitarbeiters optimal und längerfristig zu erhalten und zu fördern. Dabei spielen vor allem ein gutes Betriebsklima und die starke Motivation der Beschäftigten eine wichtige Rolle für die Produktivität eines Betriebes bzw. Unternehmens. „Gesundheitsförderung erhöht die Zufriedenheit bei und mit der Arbeit und damit die Produktivität sowie die Qualität der Arbeit.“[3]
Einzelnachweise
- ↑ Michael Kittner, Arbeits- und Sozialordnung, Frankfurt/M. 2010 (s.u.), S.20
- ↑ Ahlers 2003, S. 41
- ↑ Allenspach/Brechbühler 2005, S. 129
rechtliche Grundlagen
s. rechtliche Grundlagen - Arbeits- und Gesundheitsschutz
Quellen und weiterführende Literatur
- Elke Ahlers (2003): Arbeitsbedingungen,Leistungsdruck,Gesundheit am Arbeitsplatz. WSI-Diskussionspapier Nr.112, PDF-Datei 0,7 MB
- Marcel Allenspach, Andrea Brechbühler (2005): Stress am Arbeitsplatz.Theoretische Grundlagen, Ursachen, Folgen und Prävention
- Michael Kittner (2010): Arbeits- und Sozialordnung, Gesetzestexte, Einleitungen, Anwendungshilfen
s.a.
- Literatur und Materialien - Arbeits- und Gesundheitsschutz
- Ver.di-Materialien - Arbeits-/Gesundheitsschutz / Gute Arbeit
- Ver.di-Materialien - Arbeitsbedingungen aus der Sicht der Beschäftigten
betriebliche Vereinbarungen
s. betriebliche Vereinbarungen - Arbeitsschutz
Weblinks
- und Gesundheitsschutz Themenseite "Arbeits- und Gesundheitsschutz" auf http://www.dgb.de
- Materialien zum Thema "Arbeitsschutz" auf http://www.arbeitsrecht.de
- Wikipedia-Artikel zum Arbeitsschutz
- Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema "Arbeitsschutz"
- Zusammenstellung der Unfallverhütungsvorschriften für den öffentlichen Dienst und der DGUV
- "Übersicht Arbeitsschutzrecht" auf der Seite von ergo-online
s.a. Links - Arbeits- und Gesundheitsschutz
