DGB-Index/Arbeitszeitgestaltung
Aus GuteArbeit
Der Zeitraum, in dem der Arbeitnehmer seine Arbeitskraft dem Arbeitgeber zur Verfügung stellt, wird als Arbeitszeit verstanden. Dem Arbeitszeitgesetz zufolge, ist die Arbeitszeit gesetzlich geregelt und damit auch eingeschränkt. Noch bezieht sich die gesetzliche Regelung allerdings auf den Achtstundentag, den „Normalarbeitstag“. In den vergangenen Jahren haben sich der „Normalarbeitstag“ bzw. die „Normalarbeitszeit“ im Zuge einer fortschreitenden Arbeitszeitflexibilisierung gewandelt.
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Flexible Arbeitszeiten
Im Gegensatz zur Normalarbeitszeit sind flexible Arbeitszeiten bezüglich ihrer Dauer, Lage und/oder Verteilung variabel. Es gibt eine breite Palette an flexiblen Arbeitszeitmodellen, z.B. Gleitzeit, Teilzeit, Job-Sharing, kapazitätsorientierte Arbeitszeit, Schicht-, Wochenend- und Nachtarbeit (1), Arbeitszeitkonten, Sabbaticals, Vertrauensarbeitszeit (2) usw. Einige der genannten flexiblen Arbeitszeitmodelle existieren bereits seit vielen Jahren (1), andere wiederum sind hinsichtlich ihrer Umsetzung in der Praxis relativ neu (2). Hauptsächlich gewährleisten flexible Arbeitszeitmodelle eine bessere Anpassung der Betriebe/Unternehmen an Marktschwankungen und ermöglichen somit den Einsatz der Arbeitskräfte je nach betrieblichem Bedarf. Nicht zuletzt wird den Beschäftigten im Rahmen flexibler Arbeitszeitmodelle (im Idealfall) erhöhte Zeitsouveränität ermöglicht.
Die Dimension "DGB-Index/Arbeitszeitgestaltung" im Rahmen des DGB-Index "Gute Arbeit"
Die Dimension "DGB-Index/Arbeitszeitgestaltung" ist dem Teilindex "Ressourcen" zugeordnet.
Die Fragen im Fragebogen zum DGB-Index
Bezüglich der Dimension "DGB-Index/Arbeitszeitgestaltung" werden den Beschäftigten folgende Fragen gestellt:
- unter "Ihre Ansprüche an Gute Arbeit":
- Wie wichtig ist es für Sie, dass Sie Ihre Arbeitszeit an Ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können?
- unter "Ihre aktuelle Arbeitssituation":
- Können Sie Überstunden ausgleichen, wann Sie es wollen?
- Können Sie sich auf die Planung Ihrer Arbeitszeit verlassen?
- Haben Sie den Eindruck, dass ihre Bedürfnisse bei der Planung Ihrer Arbeitszeit genügend berücksichtigt werden?[1]
Ergebnisse
Die Befragung ergab in den Jahren 2007 ff. folgende Indexwerte:
| Jahr | Dimension DGB-Index/Arbeitszeitgestaltung | Teilindex Ressourcen[2] | Gesamtindex |
|---|---|---|---|
| 2007[3] | 66 | 64 | 58 |
| 2008[4] | 68 | 66 | 59 |
| 2009[5] | 66 | 65 | 58 |
Einzelnachweise
Quellen und weiterführende Literatur
- Tatjana Fuchs 2006b: Tatjana Fuchs, DGB-Index Gute Arbeit. Arbeitsqualität aus Sicht von Beschäftigten, Konstruktion und Darstellung einer indexbasierten Berichterstattung für den DGB, Stadtbergen 2006, 43 S. (PDF-Datei, 0,8 MB)
- Input Consulting 2008a: Input Consulting, Die Arbeitsqualität im IKT-Sektor aus Sicht der Beschäftigten, Eine Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit 2007, Berlin/Stuttgart 2008, 56 S. (PDF-Datei, 2,7 MB)
- Report 2007: Servicestelle DGB-Index Gute Arbeit (V.i.S.d.P.), DGB-Index Gute Arbeit - Der Report 2007, Berlin 2007, 36 S., PDF-Datei, 791 KB
- Report 2008: DGB-Index Gute Arbeit GmbH (Hrsg.), DGB-Index Gute Arbeit - Der Report 2008, Berlin 2008, 36 S., PDF-Datei, 1 MB
- Report 2009: DGB-Index Gute Arbeit GmbH (Hrsg.), DGB-Index Gute Arbeit - Der Report 2009, Berlin 2009, 36 S., PDF-Datei, 1 MB
Weblinks
Siehe auch
- thematische Übersicht - Arbeitszeit
- DGB-Index "Gute Arbeit"
- Übersicht über Dimensionen Guter Arbeit im DGB-Index
| Dimensionen Guter Arbeit im DGB-Index (Teilindex "Ressourcen"):
Qualifizierungs- & Entwicklungsmöglichkeiten | Möglichkeiten für Kreativität | Aufstiegsmöglichkeiten | Einfluss- & Gestaltungsmöglichkeiten | Informationsfluss | Führungsqualität | Betriebskultur | Kollegialität | Sinngehalt der Arbeit | Arbeitszeitgestaltung |
