DGB-Index/Einkommen

Aus GuteArbeit

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Das Arbeitseinkommen ist für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die primäre Quelle der Existenzsicherung. „Das Einkommen aus Erwerbstätigkeit entscheidet zentral darüber, ob Menschen am gesellschaftlich erreichten Wohlstand teilhaben oder ihnen wesentliche Ebenen sozialer Teilhabe verschlossen bleiben“[1]. Daher kommt dem Einkommen eine wichtige Bedeutung bei der Beurteilung der Arbeitsqualität zu. „Wer häufig in der Sorge lebt, am Monatsende laufende Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können, erlebt dies als Form von gewaltiger Unsicherheit und Bedrohung, oder anders ausgedrückt, als massiven Stresszustand“[2]. Dabei wird in der Literatur ein Bruttomonatsgehalt von weniger als 2.000 Euro als prekär eingestuft, weil sich davon meist nur die materiellen Grundbedürfnisse (Wohnen, Kleidung, Essen) decken lassen, an größere Anschaffungen, Wohneigentum oder finanzielle Vorsorge hier kaum gedacht werden kann[3]. Auch die aus solchen Niedrigeinkommen resultierenden Altersrenten reichen für ein finanziell sorgenfreies Leben nach Ende der Berufstätigkeit meist nicht aus. Bei der Beurteilung der Arbeitsqualität in materieller Hinsicht kommt aber nicht nur der absoluten Einkommenshöhe, sondern auch der Angemessenheit des bezahlten Entgelts eine hohe Bedeutung zu. Stehen Einkommen und Leistungsanforderungen subjektiv im Einklang, wird die Arbeitsqualität meist positiv eingeschätzt. Stehen aber das Arbeitsentgelt und die Arbeitsleistung in keinem adäquaten Verhältnis zueinander, so kann Frustration oder Unzufriedenheit die Folge sein.[4]

Inhaltsverzeichnis

Die Dimension "DGB-Index/Einkommen" im Rahmen des DGB-Index "Gute Arbeit"

Die Dimension "DGB-Index/Einkommen" ist dem Teilindex "Einkommen und Sicherheit" zugeordnet.

Die Fragen im Fragebogen zum DGB-Index

Bezüglich der Dimension "DGB-Index/Einkommen" werden den Beschäftigten folgende Fragen gestellt:

  • unter "Ihre Ansprüche an Gute Arbeit":
  • Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihr berufliches Einkommen Ihnen einen angemessenen Lebensstandard ermöglicht?
  • unter "Ihre aktuelle Arbeitssituation":
  • Wenn Sie an Ihre Arbeitsleistung denken, halten Sie Ihr Einkommen für angemessen?
  • Entspricht Ihr Einkommen ungefähr Ihren Bedürfnissen?
  • Und wie schätzen Sie Ihre Rente aus Ihrer beruflichen Tätigkeit ein?[5]

Ergebnisse

Die Befragung ergab in den Jahren 2007 ff. folgende Indexwerte:

Jahr Dimension
DGB-Index/Einkommen
Teilindex
Einkommen und Sicherheit[6]
Gesamtindex
2007[7] 39 43 58
2008[8] 40 44 59
2009[9] 40 44 58

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Tatjana Fuchs 2006a, S. 128
  2. Tatjana Fuchs 2006a, S. 129
  3. Tatjana Fuchs 2006a, S. 130
  4. zum einleitenden Absatz vgl.: Input Consulting 2008a, S. 34
  5. Tatjana Fuchs 2006b, S. 13
  6. eigene Berechnung
  7. Report 2007, S. 14
  8. Report 2008, S. 10
  9. Report 2009, S.7

Quellen und weiterführende Literatur

  • Tatjana Fuchs 2006a: Tatjana Fuchs, Was ist gute Arbeit? Anforderungen aus der Sicht von Beschäftigten, Forschungsbericht an die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Stadtbergen 2006, 269 S. (PDF-Datei, 4,1 MB)
  • Tatjana Fuchs 2006b: Tatjana Fuchs, DGB-Index Gute Arbeit. Arbeitsqualität aus Sicht von Beschäftigten, Konstruktion und Darstellung einer indexbasierten Berichterstattung für den DGB, Stadtbergen 2006, 43 S. (PDF-Datei, 0,8 MB)
Dimensionen Guter Arbeit im DGB-Index (Teilindex "Einkommen und Sicherheit"):

Berufliche Zukunftsaussichten & Arbeitsplatzsicherheit | Einkommen