Flexicurity
Flexicurity (ein Kunstwort, das sich aus der Kombination von engl. „flexibility“ (Flexibilität) und „security“ (Sicherheit) zusammensetzt) ist ein arbeitsmarktpolitisches Modell, bei der das Interesse der Arbeitgeber an mehr Flexibilität des Arbeitsmarktes mit den Bedürfnissen der Arbeitnehmer nach Sicherheit vereinbar gemacht werden soll.
Modellhaft für das Konzept der Flexicurity gelten die Arbeitsmarktreformen in den 1990er Jahren in den Niederlanden und Dänemark, wo die Arbeitsmarktflexibilisierung mit einem Erleichterung von Kündigungen erreicht wurde, aber gleichzeitig den Sicherheitsbedürfnissen der Arbeitnehmer in Form einer hohen materiellen Absicherung bei Arbeitslosigkeit und einer raschen Wiedereingliederung in das Berufsleben durch intensive Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik verknüpft wurden.
Durch die Europäische Sozialagenda, die im Dezember 2000 vom Europäischen Rat in Nizza angenommen wurde, wurde Flexicurity zum Baustein des europäischen Sozialmodells und wesentlichen Bestandteil der Lissabon-Strategie, deren Ziel es ist die EU bis 2010 „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen“, der fähig ist, „ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen“.
Literatur
s. Literatur und Materialien - Flexicurity
Weblinks
- "Flexicurity" (Themenseite der Hans-Böckler-Stiftung)