Gewerkschaftliche Dokumente - betriebliches Gesundheitsmanagement
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DGB
19. o. Bundeskongress (2010) - Beschlossene Anträge
s.a. Gewerkschaftliche Dokumente - DGB-Bundeskongress 2010
Sachgebiet F: Gute Arbeit
s.a. DGB-Bundeskongress (2010.F): Beschlossene Anträge, Sachgebiet F
- F 001: Gute Arbeit für eine zukunftsfähige Arbeitsgesellschaft (Angenommen in geänderter Fassung)
- darin:
- "2. Herausforderungen für die gewerkschaftliche Arbeit
- ...
- Neue Belastungen und daraus resultierende physische und psychische Erkrankungen sind eine statistisch dokumentierte Folge der heutigen Arbeitsprozesse. Für den Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit müssen daher Arbeitsplätze entwickelt werden, welche die körperlichen und physischen Belastungen weitestgehend vermeiden und möglichst viele motivierende Anregungen und Impulse geben.
- Dazu gehört ein modernes Gesundheitsmanagementsystem ebenso wie eine lernförderliche Arbeitsplatzgestaltung bzw. ein aktives und bedarfsorientiertes Angebot zur Weiterbildung. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften streben eine Neudefinition von berufsbedingten Krankheiten an, mit der auch posttraumatische Belastungsstörungen anerkannt und neue als Massenphänomen auftretende Krankheitsbilder erfasst werden.
- ..."
Sachgebiet P: Gleichstellungspolitik und Vereinbarkeit von Beruf und Famile
s.a. DGB-Bundeskongress (2010.P): Beschlossene Anträge, Sachgebiet P
- P 001: Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft (Angenommen in geänderter Fassung)
- darin:
- "4. Maßnahmen und Programme
- ...
- b) Die Etablierung eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements unter Gender-Perspektive
- Der DGB-Bundesvorstand wird aufgefordert, sich bei möglichen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel Berufsgenossenschaften und Krankenkassen, für die erfolgreiche Etablierung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements einzusetzen, das die Unterschiede von Frauen und Männern ausdrücklich berücksichtigt (Gender Mainstreaming). Darüber hinaus müssen diese Konzepte die Verhaltens- und Verhältnisprävention gleichermaßen berücksichtigen.
- Wichtig ist es, ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement in den Betrieben und Verwaltungen zu etablieren, das die Arbeitsplätze von Männern und Frauen differenziert beurteilt und Maßnahmen entwickelt, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Eine Investition in ein ganzheitliches betriebliches und gendersensibles Gesundheitsmanagement bringt langfristig eine geringere gesundheitliche Belastung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, einen ökonomischen Nutzen für Betriebe und wird außerdem älter werdenden Belegschaften gerecht. Auf betrieblicher Ebene sollen beteiligungsorientierte Gesundheitsförderungsprojekte installiert werden.
- ..."
