Literatur und Materialien/Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) 2008

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Inhaltsverzeichnis

allgemeine Angaben

Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.)
Datenreport 2008
Bonn (Bundeszentrale für politische Bildung) 2008, 455 S.

Kurzbeschreibung

(auf der Seite der Bundeszentrale)

Statistische Daten und sozialwissenschaftliche Analysen bilden das Fundament, auf dem rationale politischen Entscheidungen getroffen werden. Sie sind auch das Referenzmaterial, an dem die Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche Wahrnehmung der allgemeinen Lebensverhältnisse kritisch überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können. Der Datenreport 2008 ist daher nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur deutschen Sozialberichterstattung, sondern auch ein wichtiges Instrument der politischen Bildung. Es erfüllt den Auftrag, den politische Bildung in unserem Lande hat: die Bürgerinnen und Bürger umfassend mit jenen Informationen zu versorgen, mit deren Hilfe sie sich dann ein eigenständiges Urteil bilden, auch um sich in den – nicht selten kontroversen – öffentlichen Debatten mit einer begründeten Wortmeldung beteiligen zu können.

Inhalt

Vorwort (s.u.)

Einleitung (s.u.)

1 Bevölkerung (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.1))

1.1 Bevölkerungstand und Bevölkerungsentwicklung

2 Familie, Lebensformen und Kinder (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.2))

2.1 Lebensformen in der Bevölkerung, Kinder und Kindertagesbetreuung
2.2 Familie und Lebensformen

3 Bildung (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.3))

3.1 Bildungsbeteiligung, Bildungsniveau und Bildungsbudget
3.2 Bildung und Chancengleichheit

4 Wirtschaft und öffentlicher Sektor (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.4))

4.1 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
4.2 Außenhandel
4.3 Verbraucherpreise
4.4 Öffentliche Finanzen und öffentlicher Dienst

5 Arbeitsmarkt und Erwerbstätigkeit (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.5))

5.1 Arbeitsmarkt
5.2 Situationen und Erwartungen auf dem Arbeitsmarkt
5.3 Verdienste und Arbeitskosten
5.4 Einstellungen zur Arbeit und Arbeitszufriedenheit

6 Private Haushalte – Einkommen, Ausgaben, Ausstattung (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.6))

6.1 Einnahmen, Ausgaben und Ausstattung privater Haushalte, private Überschuldung
6.2 Einkommen – Verteilung, Armut und Dynamik

7 Sozialstruktur und soziale Lagen (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.7))

7.1 Soziale Lagen und soziale Schichtung
7.2 Soziale Mobilität
7.3 Lebenssituationen und -einstellungen von Kindern und Jugendlichen
7.4 Lebenssituation von Älteren
7.5 Lebenssituation von Migranten und deren Nachkommen
7.6 Einstellungen und Kontakte zu Ausländern

8 Wohnverhältnisse und Wohnkosten (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.8))

8.1 Wohnen und Bautätigkeit
8.2 Wohnverhältnisse und Wohnkosten

9 Gesundheit und soziale Sicherung (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.9))

9.1 Gesundheitszustand der Bevölkerung und Ressourcen der Gesundheitsversorgung
9.2 Gesundheit, Einstellungen und Verhalten
9.3 Soziale Sicherung
9.4 Einstellungen zum Sozialstaat und zur Sozialpolitik

10 Öffentliche Sicherheit und Strafverfolgung (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.10))

10.1 Öffentliche Sicherheit und Strafverfolgung
10.2 Wahrnehmung und Bewertung der öffentlichen Sicherheit

11 Räumliche Mobilität und regionale Disparitäten (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.11))

11.1 Verkehr und Verkehrsinfrastruktur
11.2 Lebensbedingungen im regionalen Vergleich

12 Umwelt und Nachhaltigkeit (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.12))

12.1 Umweltökonomische Trends und Nachhaltigkeit
12.2 Energie und Umweltnutzung
12.3 Einstellungen zur Umwelt

13 Freizeit und gesellschaftliche Partizipation (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.13))

13.1 Freizeit und Mediennutzung
13.2 Gesellschaftliche Integration und Partizipation

14 Demokratie und politische Partizipation (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.14))

14.1 Teilnahme am politischen und religiösen Leben
14.2 Politische Integration und politisches Engagement
14.3 Einstellungen zur Demokratie

15 Subjektives Wohlbefinden und Wertorientierungen (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.15))

15.1 Zufriedenheit in Lebensbereichen
15.2 Wertorientierungen, Ansprüche und Erwartungen

16 Deutschland in Europa (detailliertes Inhalteverzeichnis s.: Statistisches Bundesamt, Gesis-Zuma, WZB (Hrsg.) (2008.16))

16.1 Deutschland in der Europäischen Union
16.2 Lebensbedingungen und Wohlbefinden in Europa

Datengrundlagen und Autorinnen und Autoren
Stichwortverzeichnis

Vorwort

Statistische Daten und sozialwissenschaftliche Analysen bilden das Fundament, auf dem rationale politische Entscheidungen getroffen werden. Sie sind auch das Referenzmaterial, an dem die Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche Wahrnehmung der allgemeinen Lebensverhältnisse überprüfen und gegebenenfalls korrigieren können. Sie ersetzen allerdings nicht den politischen Diskurs und geben keine Lösungen vor. Aber sie liefern den Entscheidungsträgern und Fachleuten in Politik, Wirtschaft und Verwaltung Orientierungs- und Argumentationshilfen. Gleichzeitig befriedigen sie das Bedürfnis der Öffentlichkeit nach umfassender Information über den Zustand von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft.

Diese öffentliche Nachfrage nach verlässlichen Daten und deren wissenschaftlicher Einordnung bedient die Bundeszentrale für politische Bildung seit 1985 mit dem »Datenreport«, der hier völlig neu bearbeitet in 12. Auflage vorliegt. In Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen, Zentrum für Sozialindikatorenforschung haben zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Tableau von Texten, Grafiken und Tabellen erarbeitet, das sowohl interessierten Bürgerinnen und Bürgern als auch Nutzern aus Politik, Medien und Bildung einen Überblick über die ökonomische und soziale Situation in Deutschland verschafft.

Der Band ist daher nicht nur ein wesentlicher Beitrag zur deutschen Sozialberichterstattung, sondern auch ein wichtiges Instrument der politischen Bildung. Es erfüllt den Auftrag, den politische Bildung in unserem Lande hat: die Bürgerinnen und Bürger umfassend mit jenen Informationen zu versorgen, mit deren Hilfe sie sich dann ein eigenständiges Urteil bilden. So informiert können sie sich in den – nicht selten kontroversen – öffentlichen Debatten mit begründeten Wortmeldungen beteiligen.

Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Thomas Krüger

Einleitung

Ziel einer regelmäßigen und umfassenden Sozialberichterstattung, wie sie mit dem Datenreport verfolgt wird, ist die kontinuierliche Beobachtung und Analyse der Lebensqualität und des sozialen Wandels in Deutschland. Für die verschiedenen Aspekte der objektiven Lebensbedingungen sowie die darauf bezogenen subjektiven Wahrnehmungen und Bewertungen der Bürgerinnen und Bürger sollen zuverlässige Daten bereitgestellt werden, die es erlauben, die aktuelle Situation und Entwicklung der individuellen Lebensverhältnisse und der deutschen Gesellschaft insgesamt zu beleuchten und zu beurteilen. Darüber hinaus zielt die Berichterstattung auch darauf ab, relevante Trends des gesellschaftlichen Wandels – auf der Ebene sozioökonomischer Strukturen, aber auch individueller Einstellungen und Verhaltensweisen – aufzuspüren und empirisch zu beschreiben.

Der Datenreport, der mit dieser Ausgabe 2008 seit fast 25 Jahren erscheint, ist ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt von amtlicher Statistik und wissenschaftlicher Sozialberichterstattung, das im Veröffentlichungsprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung einen besonderen Stellenwert einnimmt. Er ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Statistischen Bundesamtes (Destatis), der Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen (GESIS-ZUMA) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Mit dem Datenreport 2008 wird die bisherige strikte Zweiteilung des Reports in die Beiträge der amtlichen Statistik und die der wissenschaftlichen Sozialberichterstattung zugunsten einer integrierten, ausschließlich nach Themen strukturierten Gliederung aufgegeben. Mit diesem Schritt soll die Systematik der Berichterstattung und Analyse gestärkt, aber zugleich auch die Transparenz und Nutzerfreundlichkeit des Reports entscheidend verbessert werden. Und nicht zuletzt wird damit auch die »Anschlussfähigkeit« zu den in verschiedenen anderen europäischen Ländern vorgelegten »Social Reports« erhöht.

Mit der Ausgabe 2008 hat der Datenreport zudem auch sein äußeres Erscheinungsbild deutlich verändert. Gegenüber dem bisherigen Format bietet das neue Layout großzügigere und übersichtlichere Darstellungsmöglichkeiten – insbesondere auch für Tabellen und Schaubilder – und schafft Raum für zusätzliche Hintergrundinformationen. Ein farbiges Leitsystem erleichtert den Leserinnen und Lesern zudem die Unterscheidung zwischen den – nun unmittelbar nebeneinander stehenden – Beiträgen aus der amtlichen Statistik und der wissenschaftlichen Sozialberichterstattung.

Um die Lebensbedingungen und Lebensqualität in Deutschland auf der Grundlage der besten zur Verfügung stehenden empirischen Informationen umfassend und differenziert zu untersuchen, vereinigt der Datenreport die Ergebnisse der amtlichen Statistik und die Befunde der sozialwissenschaftlichen Sozialberichterstattung. Obwohl die amtliche Statistik mit ihren umfangreichen, vielfältigen und kontinuierlich durchgeführten Erhebungen nach wie vor zweifellos der wichtigste Anbieter von Informationen über die Lebensverhältnisse und die Entwicklung der deutschen Gesellschaft ist, hat die Erfahrung gezeigt, dass eine leistungsfähige sozialwissenschaftliche Datengrundlage für eine aktuelle und differenzierte Sozialberichterstattung ebenso unverzichtbar ist. Mit ihren speziell für die gesellschaftliche Dauerbeobachtung konzipierten sozialwissenschaftlichen Repräsentativerhebungen stellt die wissenschaftliche Sozialberichterstattung nicht nur Informationen zu Themen und Fragestellungen bereit, die außerhalb des gesetzlich festgelegten Erhebungsprogramms der amtlichen Statistik liegen, wie z. B. subjektive Perzeptionen, Einstellungen und Bewertungen, sondern sie ergänzt und bereichert das Informations- und Analysepotential auch in konzeptioneller und methodischer Hinsicht.

Mit seiner umfassenden Bilanzierung der Lebensverhältnisse in Deutschland zielt der Datenreport auch darauf ab, den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft handlungsrelevante Informationen zur Verfügung zu stellen, aber mehr noch stellt er sich – als ein im Programm der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlichter Sozialbericht – der Aufgabe, dem Informationsbedürfnis einer interessierten Öffentlichkeit in einer demokratischen Gesellschaft gerecht zu werden.

Die Ergebnisse und Befunde der aktuellen Ausgabe des Datenreports sind zweifellos auch für die Gesellschaftspolitik und die anhaltenden Reformdiskussionen von Bedeutung, sie informieren aber insbesondere die Bürgerinnen und Bürger darüber wie es sich in dieser Gesellschaft lebt, in welchen Bereichen und für welche gesellschaftlichen Gruppen Verbesserungen oder auch Verschlechterungen der Lebensqualität zu verzeichnen sind, wo sich soziale Probleme oder Konflikte abzeichnen und welchen Trends der Strukturwandel und die gesellschaftliche Entwicklung insgesamt folgt. Wie stellt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt dar, und wie steht es um die Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem? Wie viel Geld haben die Haushalte in Deutschland zur Verfügung und wie sind sie ausgestattet? Wie hoch sind die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen, und wie hat sich die Armut und Einkommensverteilung in den letzten Jahren entwickelt? Was leisten die sozialen Sicherungssysteme, wie hoch sind ihre Kosten, und wie groß ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Sozialstaat? Wie schätzen die Bürgerinnen und Bürger ihren Gesundheitszustand ein und was geben sie für Gesundheit aus? Wie groß ist der Anteil der Bevölkerung, der einen Migrationshintergrund hat, und wie gut sind die hier lebenden Migranten in die deutsche Gesellschaft integriert? Das sind nur einige von vielen Fragen, auf die der Datenreport zuverlässige empirische Antworten gibt. Nicht zuletzt informiert der Datenreport auch über das in der Öffentlichkeit vieldiskutierte subjektive Wohlbefinden, also darüber wie zufrieden die Menschen zum Beispiel mit ihrer Arbeit, ihrem Lebensstandard und ihrem Leben insgesamt sind.

Obwohl seit der deutschen Vereinigung inzwischen fast zwei Jahrzehnte vergangen sind, verdient die Beobachtung des Zusammenwachsens und der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost und West weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Der Datenreport informiert daher über noch vorhandene Disparitäten in verschiedenen Bereichen der Lebensbedingungen und den Dimensionen des subjektiven Wohlbefindens sowie Unterschiede in Verhaltensweisen, Einstellungen und Wertorientierungen, aber auch über die bisher erzielten Erfolge des Vereinigungsprozesses und die sukzessive Angleichung der Lebenslagen in Ost- und Westdeutschland.

Alle Beiträge in diesem Datenreport sind auch darauf ausgerichtet, gesellschaftlichen Wandel, d. h. Veränderungen über die Zeit – teilweise auch auf der Basis individueller Längsschnittdaten – zu erfassen und zu analysieren. Um der erheblich gestiegenen Bedeutung einer international vergleichenden Perspektive und den fortschreitenden Prozessen der europäischen Integration Rechnung zu tragen, enthält der Datenreport 2008 zudem zwei Beiträge, die sich dem Vergleich der Mitgliedsländer der Europäischen Union widmen und die derzeitige Lage der deutschen Gesellschaft und die Lebensqualität ihrer Bürger im europäischen Kontext betrachten.

Neben der vorliegenden Buchausgabe steht der Datenreport 2008 – komplett oder kapitelweise – auch in elektronischer Form auf den Internetseiten der beteiligten Institutionen zum Download zur Verfügung.

Die Herausgeber
Wiesbaden /Mannheim / Berlin,
im Oktober 2008

Quelle

Siehe auch